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24.7.2007 von TiGGa.
Traurig, aber wahr. Dies wird mein letzter Eintrag zu Queen Mary sein, da ich gestern einen österreichischen Käufer gefunden habe. Ich bin aber auch gleichzeitig froh, dass ich sie in kompetente Hände geben darf. So kann ich mit Gewissheit sagen, dass sie weiterhin gut gepflegt wird.
Vor dem Verschicken musste ich noch ein paar sicherheitstechnische Maßnahmen ergreifen. Ich habe den Wattestopfen soweit reingedrückt, dass Mary nur noch eine Kammer von 2 cm hat. Sonst würde sie beim Transport cm-weit im Reagenzglas umherfliegen und sie soweit stressen, dass sie ihre gesamte Brut wieder verspeist.

Kleine Kammer. Wenn sie fällt, fällt sie nicht tief.
Danach habe ich das Reagenzglas nochmal mit Zeitungspapier und Watte eingewickelt um die Erschütterungen abzufedern. Natürlich reicht das ganze nicht aus, da die Verpackung doch relativ groß ist. Also wird der restliche Platz im Karton noch mit Zeitungspapier und Watte vollgestopft, sodass sich das Röhrchen nicht mehr bewegen kann.

Schön ausgepolstert
Das ganze Paket geht dann morgen früh als Maxibrief auf den Weg und wird hoffentlich das Ziel schadlos erreichen.
Es wird jetzt Zeit sich zu verabschieden. Mehr als einen Monat haben wir Queen Mary bei ihrer Familiengründung begleiten dürfen und ich hoffe, dass der neue Besitzer ihr auch noch ein paar Worte in seinen Haltungsberichten widmet.
Hier im Antblog geht es dann nach meinem Urlaub im September weiter. Hoffentlich dann mit einer neuen Königin, mehr Zeit und ohne überraschende Urlaube.
Bis bald
TiGGa
Geschrieben in Lasius niger - Queen Mary | 12 Kommentare »
22.7.2007 von TiGGa.
Das Wetter ist ja zum Glück etwas angenehmer geworden. Zwar herrscht immernoch eine recht hohe Temperatur von 28,8°C in dem Becken, dafür ist die Luftfeuchtigkeit auf 52% gesunken.
Bei der heutigen Volkszählung hab ich genau 20 Puppen, leider nur 3 Larven und ungefähr 30 Eier gezählt. Bei der enormen Anzahl der Eier kann ich also davon ausgehen, dass sich die Lage innerhalb des Reagenzglases sich wieder entspannt hat. Ob sie nochmal einen Fressanfall bekommen wird, ist ja bei schwangeren Frauen ja öfters der Fall, weiss ich nicht. Die ersten Ameisen müssten ja noch in diesem Monat schlüpfen, sodass ich ihnen ihre erste Mahlzeit bald schon anbieten kann.

Kinderstube
Was mir auch aufgefallen ist sind die braunen Flecken, die man bei den Kokons in der Mitte des Bildes sehen kann. Dabei handelt es sich um Ausscheidungen des Verdauungstraktes, die sich im Larvenstadium angesammelt haben. Erst nach der Verpuppung entwickelt sich der Körper soweit, dass eine Ausscheidung erst möglich ist.
Sprich: die Larven haben sich in die Windeln gemacht und dadrin werden sie bis zum Schlupf bleiben müssen. *würg*
Ich habe in den letzten Wochen auch mit der Ytongbefeuchtung herumgespielt um den idealen Befeuchtungsintervall herauszufinden. Ziel war es, einen trockenen und einen feuchten Teil in dem Stein bereitzustellen.
Anfangs habe ich das Wasserreservoir zwei mal am Tag voll aufgefüllt. Bereits nach zwei Tagen war das Nest komplett feucht. Bei nur einem halben Wasserreservoir konnte ich kurzfristig zwar diesen Feuchtigkeitsgradient erreichen, dieser war aber nur von kurzer Dauer, da der Stein zu schnell austrocknetet.
Ich versuche jetzt also den Intervall zwischen den Befeuchtungen stark zu verkürzen, dafür aber nur 1/4 bis 1/2 des Wasserreservoirs zu befüllen. Kritisch wird es in der Nacht, wo ich über einen längeren Zeitraum nicht auf das Nest aufpassen kann. Eine automatisierte Lösung muss her!
Ich habe mir ein wenig Gedanken gemacht, wie man kontrolliert Wasser über einen längeren Zeitraum voll automatisch abgeben kann. Dies ist ja auch wichtig, wenn man in den Urlaub fährt.
Was wäre, wenn man eine 5 L Wasserflasche mit einer Infusion, wie man es aus dem Krankenhaus kennt, kombiniert. Man müsste nur die Tropfgeschwindigkeit so einstellen, dass bei den gegebenen Lufttemperaturen ein Feuchtigkeitsgefälle im Stein entsteht. Wenn es sehr heiss ist, muss man schneller tropfen, da das Wasser schneller verdunstet. An kühleren Tagen muss der Tropfhahn ein wenig enger gedreht werden.
Die benötigten Materialien bekommt man recht günstig bei Ebay. Man muss nur ein wenig handwerklich geschickt sein. ![]()
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19.7.2007 von TiGGa.
Ich habe mir Thermo- und Hygrometer besorgt um die Temperatur und Leuftfeuchte innerhalb der Arena zu messen. Dabei staunte ich nicht schlecht, was die Instrumente mir an Werten zurückgaben. Zugegeben, das Wetter war gestern auch sehr extrem, aber mit einer Luftfeuchtigkeit von 70% bei 30°C glich das Becken einem Tropenterrarium.
Da ich wegen einer kleinen Ausbesserung auch noch den Sand befeuchten musste, stieg die Luftfeuchte bei geschlossenem Deckel sogar auf 85% an. Meine im Zooladen gekaufte Ameisentränke trägt auch noch massig dazu bei, dass die Luftfeuchtigkeit durch verdunstendes Wasser ansteigt.
Die Tränke an sich habe ich in der Vogelabteilung gekauft. Eigentlich ist sie für Körnerfutter gedacht, aber mit Hilfe eines Stück Watte unten in der Öffnung verhindere ich, dass das Wasser im Behälter einfach herausfließt. Ich muss aber aufpassen, dass die Watte nicht anfängt zu Schimmeln. Regelmäßiges austauschen der Watte ist absolut notwendig, genauso wie das regelmäßige reinigen der Futternäpfe.

Messinstrumente und Ameisentränke
Wie ihr im Bild unschwer erkennen könnt, habe ich den Schlauch, der durch den Boden führte, entfernt. Ich hatte nämlich vorgehabt, den Schlauch auf 10 mm Innendurchmesser zu erweitern, damit es später nicht zu einem Stau kommt. Nur bei der Bohrung am Becken und am Nesteingang habe ich noch kurze 8 mm Innendurchmesser Stücke, die ich als Schlauchadapter benutze.
Ich habe also den dünnen Schlauch im Boden mit dem Dicken ersetzt. Leider gab es Probleme, als ich versucht habe diesen Schlauch mit Sand zu überdecken. Durch den größeren Durchmesser wiedersetzte sich der Schlauch unter Tage zu bleiben. Stattdessen riss er immer wieder die Sanddecke hoch. Es war schlichtweg zu wenig Sand verfügbar…
Angenervt habe ich also das Stück einfach wieder abgeschnitten. Ich werde mir einfach ein Stöckchen besorgen, den ich dann an die Schlauchöffnung anlehnen kann, sodass die Ameisen es nicht so schwer haben, wenn sie einen dicken Brummer hochschleppen müssen. Das wird zwar nicht so toll aussehen, aber das wird sich im Winter ändern. Ich habe da schon einige schöne Ideen, wie ich mein Becken während der Winterruhe gestalten werde.
Da ich ja dann Myrmecocystus mimicus (Honigtopfameisen) halten werde, hatte ich an rötlichen Sand gedacht mit einer ebenfalls rötlich angemalten Felsrückwand mit einem eingearbeiteten “Wanderpfad” zur Schlauchöffnung. Die Ameisentränke und Futternäpfe mächte ich auch in irgendeiner Form in die Felswand integrieren, sodass das ganze ein wenig natürlicher wirkt. Wo in der Natur gibt es denn schon Glasnäpfe und Plastiktränken.

Schlauchvergrößerung
Queen Mary scheint es noch ganz gut zu gehen. Ich weiss zwar nicht, wie hoch die Luftfeuchtigkeit innerhalb eines Nestes beträgt, aber es scheint ihr nichts auszumachen. Gerade lese ich schon wieder 77% bei 28,5°C. Auf dauer sollte man die Temperaturen ja nicht so hoch halten, da dies sonst die innere Uhr der Ameisen stören könnte. Es kann dann sein, dass sie viel früher in die Winterruhe gehen.
Da stellt sich die Frage, wie andere Ameisenhalter die Nesttemperatur im Sommer konstant halten und wie sie die Luftfeuchtigkeit auf Idealwerte zurückbringen können. Wenn es zu trocken ist, kann man ja einfach Wasser hineinsprühen, aber wie kehrt man das ganze um, wenn im allgemeinen die Luft im Zimmer sehr schwül ist. Mir fällt da nur Zimmer lüften ein, wobei das auch nicht viel hilft, wenn es draussen auch schwül ist.
Zurück zu Mary: Ich zähle 18-19 Puppen die auf den Larven und Eiern liegen. Eine Larvenzählung habe ich mir mal erspart, da es unglaublich schwierig ist, die winzigen Pünktchen zwischen den Puppen ohne Kopfschmerzen zu erkennen. Oft kommt man beim zählen durcheinander… ^^

Puppenhaufen
Sie hat die Watte richtig schön zerrupft, was bestimmt nicht einfach war. Ich bekomme da immer Mitleid, wenn ich sehe, wie sie sich mit allen 6 Tarsen sich irgendwo abstemmen muss um unter größten Anstrengungen Mikrometer für Mikrometer die Fäden herauszuziehen.
Bei den hohen Temperaturen sehe ich auch öfters, wie sie Kopfüber an der Watte herumklettert um an die kleinen Wassertröpfchen am Rand zu kommen. Bis jetzt habe ich aber noch keine Abnahme des Wasserstandes im Reagenzglas erkennen können.
So, nun ist Schluss für heute. Bis die Tage. ![]()
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16.7.2007 von TiGGa.
Zur Zeit herschen bei mir im Zimmer 29°. Meiner Königin und der Brut scheint aber es nicht viel auszumachen. Noch kann ich kein Zeichen für einen Schwächeanfall erkennen und die Brut entwickelt sich bei solchen Temperaturen auch ganz gut.
Es sind jetzt mittlerweile 11 Puppen, 6 große Larven, 2 kleine Larven und 10-15 Eier vorhanden. Mit 11 Puppen könnte sie in den kommenden 2 Wochen einen guten Start hinlegen, was die Arbeiteranzahl betrifft. Aber wie man unschwer erkennen kann, hat sich die Anzahl der Puppen und Larven zusammen ein wenig vermindert. Ich mache mir aber trotzdem keine Sorgen, solange sie sich nicht an die Puppen ranwagt.

Viele Puppen
Ob ich in Amerika schwärmende Königinnen finden werde wird immer fraglicher. Die Regensaison fängt in Kalifornien erst im November an (in Arizona bereits jetzt). Ich werde aber trotzdem versuchen ein paar Arbeiterinnen der einheimischen Tierwelt zu fotografieren.
Die Honigtopfameisen werde ich also ganz regulär beim Händler bestellen. Ich bin schon gespannt, wie sich das später entwickeln wird.
Also, bis demnächst.
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14.7.2007 von TiGGa.
Meine Larven haben sich ja mit dem Schlüpfen sehr viel Zeit gelassen. Dafür haben sie sich jetzt bereits nach 7 Tagen eine Kokonhülle gesponnen.
Ich habe bereits heute Mittag gesehen, wie die Königin die Watte intensiv bearbeitet hat. Dabei hat sie versucht ein paar Wattefäden auf die Larven zu ziehen. Larven benötigen nämlich für den Kokon ein Substrat, sei es Sand oder Watte, wodran sie ihre Fäden befestigen können. Neben den Kokons sieht man auch eine Larve, die kurz davor ist ihren Kokon zu spinnen.
Ich habe mir auch die Zeit genommen die Brut genau zu zählen. Es sind jetzt 27 Larven, 2 Kokons, aber nur noch 10 Eier vorhanden. Sie muss am Ende ihrer Reserven sein, wenn sie soviele Eier auffressen musste. Die zwei Kokons und die größten Larven sind gerade mal 2 mm lang. Evtl. sogar ein paar µm weniger. Wenn sie schlüpfen, werden es sehr kleine Arbeiterinnen sein.

Mary und ihre Kleinen
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12.7.2007 von TiGGa.
Ich habe mal wieder ein Blick auf Queen Mary geworfen, wobei sie mich diesmal ziemlich schlecht gelaunt gegrüßt hat. Flink hat sie sich schützend über ihre Larven gestellt und ist während der ganzen Zeit auch nicht weggewichen. Sowas nenn ich eine gute Mutter.
Ich konnte aber trotzdem auf Teile des Larvenhaufens einen Blick erhaschen. Dabei viel mir eine Larve auf (die erste, die geschlüpft ist), die jetzt viermal so groß wie ein Ei geworden ist. Da kann man den Larven direkt beim wachsen zugucken.

Dicke Larve ganz oben
Mittlerweile sind es rund 20 Larven und knapp 34 Eier. Sogesehen hat sie wohl an ein paar Eiern rumgenascht. Wahrscheinlich ging ihr die Proteinreserven aus, sodass sie einige Eier wieder verwerten musste um die Larven anschließend zu füttern.
Ich denke, die weißt schon was sie zu tun hat.
Zu meinem Urlaub:
Da meine Mutter auch noch mitfliegen will, werde ich wahrscheinlich bereits am 4. August weg sein, da sie unbedingt noch ein paar Verwandten besuchen möchte. Dadurch verlängert sich der Urlaub auf 3 Wochen! Da ist es schon fast unmöglich, dass die Ameisen so lange ohne Nahrung überleben werden. Deswegen nochmal der Aufruf:
Kräftige und gesunde Ameise sucht neues Herrchen oder Frauchen.
Ansonsten landet sie wohl kurz vor dem Urlaub im Wasserkocher…
…oder ich setze sie in Heidelberg wieder aus.
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10.7.2007 von TiGGa.
Ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht für euch alle.
Die Gute zuerst: Queen Mary geht es zur Zeit gut. Es scheinen weitere Larven geschlüpft zu sein, die ich aber jetzt nicht explizit gezählt habe. Anscheinend wurde der Nachwuchs auch kräftig gefüttert, da viele der Larven jetzt mehr als doppelt so groß wie ein Ei sind. Ich schätze mal, dass sie in den nächsten 10 Tagen bis zu 3 mm lang werden, bevor sie sich verpuppen.

Wachsende Larven
Jetzt zur schlechten: Ich werde wahrscheinlich Mitte August bis Ende August in den Staaten sein. Dies ist besonders kritisch, weil die ersten Arbeiterinnen da schlüpfen werden. Wenn die über einen längeren Zeitraum keinen Honig bekommen, wird ihnen schlichtweg die Energie ausgehen.
Ausserdem werden vielleicht auch noch die Eier und Larven aufgefressen, wenn sie keine Insekten erbeuten (wegen Proteinmangel).
Wieviele Ameisen das Überleben werden ist ungewiss. Evtl. ist es besser mich von Mary zu trennen und nach dem Urlaub von vorne anzufangen.
Also, wenn jemand Interesse an einer Gründerkolonie Lasius niger hat und in der Nähe von Mannheim wohnt, der solle sich mal melden: webmaster (at) antblog.net.
Ich gebe das ganze für 50 Cents ab (soviel hat das Reagenzglas gekostet).
Ansonsten könnte ich das ganze auch per Post verschicken, was natürlich zusätzlich die Versandkosten kosten würde.
Während meines Urlaubes werde ich zusammen mit meinem Bruder zur Westküste fliegen/fahren und dann anschließend gen Süden Richtung Kalifornien. Mit ganz viel Glück finde ich sogar meine Lieblingsart, die Honigtopfameise (Myrmecocystus mimicus). Besonders reizt mich ihre Fähigkeit, lebende Vorratskammern zu bilden. Dabei füttern sie einige Arbeiterinnen so stark, bis der Hinterleib die Ausmaßen einer Traube erreicht. Diese “Vorratsbehälter” werden dann in den Dürreperioden angezapft.
Das heisst, dass man diese Ameisen sogar über den Urlaub alleine lassen kann, solange die Vorräte aufgefüllt sind. Man muss nur dafür sorgen, dass das Nest feucht bleibt, aber ich denke, dass man das durch ein wenig Kreativität auch schaffen kann.
Leider ist der Export von Tieren aus den Staaten nicht erlaubt. Das ist sogar verständlich, weil die USA seit geraumer Zeit Probleme mit eingeschleppten Feuerameisen haben. Da die natürlichen Feinde fehlen, können sich diese Ameisen stark vermehren und ausbreiten. Nicht selten dringen sie in Häuser (auch Krankenhäuser!) ein.
Trotzallem habe ich mir ein paar Gedanken gemacht, wie man ein paar Exemplare im Handgepäck mitnehmen könnte. Im Koffer wären sie ja sonst den extremen Temperaturen im Frachtraum ausgesetzt.
Rein theoretisch könnte man ja die Königin im Reagenzglas transportieren, aber das wäre zu aufällig. Es muss also ein kleineres Transportbehälter her. Also spinnen wir unser Gedankenspiel mal weiter. Was ist klein und unscheinbar… eine 10 ml Glasflasche von der Apotheke? Das wäre vielleicht perfekt gewesen vor dem August 2006, wo man noch Flüssigkeiten an Bord mitnehmen durfte. Jetzt ist das ganze ein wenig eingeschränkter, sodass eine Flasche auch auffallen würde.
Ich denke die optimale Lösung wäre sowas:

Mini-Gründungskammern
Das sind jetzt 10mm PVC Schläuche die Platz für ein paar Tropfen (!) Wasser haben. Bei der kurzen Variante (3 cm) muss man die Watte ständig feucht halten. Diese Röhrchen wären auf jeden Fall unauffälliger.
Natürlich sind das nur ein paar dumme Gedanken von mir. Ich werde selbstverständlich KEINE Ameise schmuggeln, was denkt ihr denn von mir. ![]()
Ich werde aber diese leeren Röhrchen aber trotzdem mal mitnehmen um zu schauen, wie das Sicherheitspersonal darauf reagiert. Wäre bestimmt interessant. ![]()
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8.7.2007 von TiGGa.
Queen Mary schien den gestrigen Schleudergang gut überstanden zu haben. Anscheinend hat sie keine Eier deswegen gefressen. Die Eier wurden in der Nacht nochmal neusortiert und die restlichen Larven aus der ersten Eierleg-Session sind ebenfalls geschlüpft. Ich habe auch erhöhte Brutpflegeaktivitäten beobachten können, was ja auch verständlich ist. Nun hat sie ein paar Mäule mehr zu stopfen mit dem Larvennachwuchs.
Larven und Eier werden mehr oder weniger strikt getrennt gehalten um wahrscheinlich zu verhindern, dass die Eier aufgefressen werden. Wenn ich richtig gezählt habe sind es 9 Larven auf dem Larvenhaufen (im folgenden Bild im Vordergrund) und eine einzelne Larve auf dem Eierhaufen. Es kann sich auch um ein überdimensional großes Ei handeln, was ich aber eher bezweifle.
Weiterhin sind rund 50 Eier im Glas. Wenn das so weitergeht, muss ich schon sehr bald an ein zweites Becken nachdenken.

Larvenhaufen
Diesmal habe ich das Reagenzglas mit 2 Gegenständen fixiert, sodass das Glas nicht wegrollen konnte. Das Ganze möchte ich ihr nicht nocheinmal zumuten.
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7.7.2007 von TiGGa.
Ich kann jetzt mit stolz die Sichtung einer Larve bestätigen!
Als ich beim heutigen Kontrollblick in das Reagenzglas schaute, fiel mir auf, wie ein einzelnes Pünktchen direkt unter Queen Mary lag. Neugierieg wie ich bin, habe ich meine Lupe gezückt und siehe da: 100% eine Larve.

Lupe mit 5-facher Vergrößerung. Ich konnte leider auf die schnelle den Fokuspunkt nicht finden.
Die Larve ist nicht viel größer als ein Ei und hatte einen gebogenen Kopf, wie man im Bild sehen kann. Der Körper war mit vielen dünnen Haaren besetzt, die wohl dafür sorgen, dass die Larven aneinander haften. So kann die Königin mehrer Larven auf einmal transportieren.

Queen Mary beim Füttern
Die Königin hat sich sofort nach dem Entfernen der Folie sich schützend über die Larve gestellt. Anschließend hat sie die Larve kurz gefüttert und dann zwischen ihren Mandibeln genommen. Sie hat versucht, die Larve auf den Eierpaket zu legen, was ihr aber nicht so gelang. Die Larve purzelte von dem Haufen wieder runter.
Daraufhin legte sie die Larve im unteren Bereich des Haufens ab. Bei meinem Versuch, die Kamera richtig zu positionieren ist mir ein Malheur passiert! Ich kam leicht mit meinem Finger an das Glas ran, sodass das Röhrchen sich einmal kurz wegerollt ist! Dabei wurde die Hälfte des Eierhaufens getrennt und viel 8mm zu Boden.
Wenn sie das gut überstanden haben, kann ich dann mit Recht behaupten, dass Queen Mary sich für die Raumfahrt qualifiziert hat.

Lupe mit 2,5facher (?) Vergrößerung. Die Larve wird von der linken Vordertarse verdeckt.
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6.7.2007 von TiGGa.
Es sind jetzt rund 14 Tage nach der Eiablage vergangen und ich kann immernochnicht 100% sagen, ob Larven geschlüpft sind. Wenn ich das Reagenzglas gegen das Licht halte, werden einige fast durchsichtige “Eier” sichtbar. Sie haben die Größe und die Form von Eiern, sind aber zur Hälfte recht transparent. Ob das die Larven sind, kann ich, selbst mit der Lupe, nicht sagen.
Die Larven müssten aber in den kommenden Tagen wachsen, sodass die Ei/Larve Unterscheidung hoffentlich leichter fällt.
Wenn ich richtig gezählt habe sind es 5 Larven und 40+ Eier.

Nahaufnahme Eier-/Larvenhaufen
Mittlerweile ist auch meine 2. Antstorebestellung angekommen. Ich habe ja die andere Folie, die im Shop angeboten wird, bestellt, in der Hoffnung, dass sie eine bessere Farbfilterung besitzt. Gegen das Licht gehalten musste ich aber festellen, dass die Folie sogar schlechter ist, als meine ursprüngliche Folie. D’oh!
Die Folie ist zwar klarer als die andere, sie scheint mir aber eher orange zu sein als rot (die alte Folie tendierte zu pink)!
Nun gut, da muss ich wohl zu Plan B zurückgreifen: mit 2 Folien übereinander sollte es den Ameisen später im Ytong Nest dunkel genug sein.
Neben den Folien habe ich auch noch 2 Plastiksteckpflanzen bekommen. Ich habe also fix den Sand angefeuchtet und versucht die Pflanzen einzugraben. Es war aber nicht so einfach wie gedacht, da ich Probleme hatte den Sand so aufzutragen, sodass die Pflanze fest sitzt, aber trotzallem nicht so bedeppert unter Tonnen von Sand vergraben wird.
Letzendlich habe ich relativ wenig Sand benutzt. Ich denke nicht, dass die Ameisen so stark sind um eine ganze Plastikpflanze wegzuschleppen…

Arena mit Pflanzen. Sieht immernoch mickrig aus, finde ich.
Geschrieben in Lasius niger - Queen Mary | 1 Kommentar »