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27.3.2009 von TiGGa.
Bei meinen Honigtopfameisen beginnt das leben wieder seit Anfang der Woche. Die Winterruhe haben sie ohne Zwischenfälle gut überstanden. Während dieser Zeit haben sie keine Nahrung zu sich genommen. Ausgewintert habe ich sie dann Anfang März und erst seit wenigen Tagen zeigte sich Aktivität bei denen. Zuerst mal zu meiner großen Kolonie (Kolonie 1):

Die Arbeiterinnen dieser Kolonie haben bereits drei Honigtropfen aufgesaugt. Die Mehlkäfer, die ich ihnen vor das Nest gelegt habe, haben sie noch nicht angerührt. Es gibt auch schon zwei neue Puppen, die hoffentlich auch bis zum Schlupf überleben. 18 Arbeiterinnen sind es mittlerweile, die sich bestimmt über zwei neue Geschwisterchen freuen würden. Meinem Honigtopf geht es gut und hängt fröhlich an der Decke herum. Die Königin selber ist auch wieder prall gefüllt mit Honig, aber neue Eier gibt es bis jetzt noch nicht.

Kolonie 4 zeigt im Gegensatz zu Kolonie 1 noch wenig Aktivität. Zwar habe mal eine einzelne Arbeiterin herumlaufen sehen, essen wollen sie trotzdem noch nichts. Mit 6 Arbeiterinnen ist sie zwar die zweitgrößte Kolonie, aber ein Sorgenkind bleibt sie trotzdem.

Kolonie 2 (die dominante Königin aus dem Pleometroseprojekt) ist wiederum sehr aktiv. Nahrungsaufnahme klappt hier wunderbar. Sowohl Honig, als auch einen dicken Mehlkäfer haben sie verwertet und die Larven sind deswegen auch dicker geworden. Verpuppungen gab es zwar noch nicht, aber das wird bestimmt bald folgen. Insgesamt scheint diese Kolonie den gesündesten Eindruck zu hinterlassen. Leider hat sie aber erst fünf Arbeiterinnen. Also, hop hop!

Geschrieben in Myrmecocystus mimicus - Pleometrose Projekt | 1 Kommentar »
21.3.2009 von TiGGa.
Still ist es um meine Ameisen geworden, was aber nicht heißen soll, dass sie alle auf den Rücken liegen und ihre Beinchen gen Himmel. Meinen Ernteameisen geht es gut und sind seit Ende Februar aus der Winterruhe. Die Brut entwickelt sich wieder hervorragend, seitdem ich sie mit Proteinen versorge. Ich habe mir dafür eine neue Dose Mehlwürmer besorgt, die ich aber nicht sofort in den Gefrierschrank gestellt habe. Stattdessen ließ ich sie sich weiterentwickeln. Mehlpuppen und Mehlkäfer scheint meinen Ameisen zu schmecken. Jedenfalls zerren sie die Tiere schnell in das Nest hinein. Ok, bei den großen und unhandlichen Mehlkäfern kann es schon mal länger dauern, da das Kies als Bodengrund relativ wenig Haftung bietet. Die Ameisen haben es dadurch ein wenig schwerer die Beute zu ziehen. Für die unwissenden: kommt ja nicht auf die Idee lebende Mehlwurmpuppen reinzuschmeissen. Auch Puppen können sich wehren. Bei Berührung zucken sie herum und können die Ameisen schwer verletzen!

Die Vorratskammern sind noch gut gefüllt, also werde ich noch zurückhalten bezüglich Körnernahrung. Wahrscheinlich fange ich Mai wieder an, einige wenige Körner hineinzustreuen, damit sie wieder was zu tun haben. Notwendig ist das wohl eher nicht, da das Lager wohl noch für ein weiteres Jahr reichen würde. Insekten gibt es im Gegensatz dazu alle paar Tage fünf bis sechs Stück. Dabei verzichte ich völlig auf das Aufschneiden der Beutetiere, da meine Kolonie genug Majorinnen hat, um selbst Mehlkäfer zu knacken. Jedenfalls bleibt von dem Käfer nichts übrig ausser ein paar Flügeldecken, die dann auf die andere Seite des Ytongs gebracht werden.

Schimmelprobleme gibt es auf der Müllhalde zwischen Ytong und Glasscheibe überhaupt nicht. Wie auch, ich bewässere den Ytong gar nicht und es geht meiner Kolonie trotzdem gut. Wichtig ist eben eine permanente Wasserstelle im Becken. So gesehen ist eine Kolonie Messor barbarus ab 70 Individuen bestens für Anfänger geeignet. Sie sind ab so einer Koloniegröße ziemlich anspruchslos und auch ziemlich selbstständig. Befeuchtung und Futtertierzerlegung wird ohne Probleme von ihnen erledigt und man kann sie dank Lagerhaltung auch mal alleine lassen.
Wie dem auch sei, hier ein Video:
Geschrieben in Messor babarus - Queen Serenity | 3 Kommentare »