Sie befinden sich aktuell in den Archiven des Blogs Ant Blog - Ameisen Haltungsberichte für November, 2008.
1.11.2008 von TiGGa.
Im letzten Beitrag über die Honigtopfameisen berichtete ich ja, wie die Puppen aus ihren Kokonhüllen herausgezogen wurden. Wenige Tage danach war nichts mehr von den Nacktpuppen übrig. Sie waren wohl wegen der tropischen Luftfeuchtigkeit in meiner Wohnung abgestorben, was natürlich ein herber Rückschlag im Zeitplan ist. Da aber noch sehr viele Larven bei Kolonie 1 vorhanden waren, war es zum Glück kein Genickbruch. Erst vor einer Woche hat sich endlich wieder eine Larve verpuppt. Ansonsten ist Kolonie 1 gesund. Sie nimmt Futter weiterhin gut an und die Watte am Wassertank ist auch noch nicht schwarz geworden. Richtige Honigtöpfe gibt es nach wie vor noch nicht. Stattdessen hängen nur normal-physogastrische Pygmäen von der Decke.

Kolonie 2 und 4 bleiben meine Sorgenkinder. Beide haben erst sechs Arbeiterinnen und nehmen nur wenig bis gar kein Protein zu sich. Bei Kolonie 2 habe ich auch keine Hoffnung, dass es dieses Jahr noch mehr werden. Die vielen Larven stagnieren bei ihrem Wachstum zur Zeit. Entweder, weil sie zu wenig Mehlwürmer essen oder weil sie schon in der Winterruhe sind.
Wie ihr seht, habt ihr während der langen Abstinenzzeit nicht wirklich was verpasst.
Geschrieben in Myrmecocystus mimicus - Pleometrose Projekt | 1 Kommentar »
1.11.2008 von TiGGa.
Den Messor barbarus geht es sehr gut. Ich habe die Luftfeuchtigkeit in meinem Zimmer langsam im Griff und mit rund 70% lebt es sich hier nicht mehr wie in den Tropen. Todesfälle gab es seit dem letzten Bericht nur zwei, was völlig im Rahmen liegt. Auch jetzt, Anfang Novemeber, sind meine Ameisen noch aktiv. Das liegt vor allem an den noch milden Temperaturen im Zimmer von run 21°C. Ich befürchte schon, dass es über dem Winter ziemlich warm hier drinnen bleibt, aber noch ist es ja nicht dauerhaft eisig kalt draußen. Erfahrungswerte habe ich leider nicht, da ich ja erst seit wenigen Monaten hier wohne. Wenn es bis Ende November nicht kälter wird, werde ich eben länger Fenster aufmachen.

Gefüttert wird nun deutlich weniger. Um die unglaubliche Wachstumsrate zu drosseln, gibt es nur noch alle vier Tage bis zu drei Mehlwürmer. Aufschneiden brauche ich sie nicht mehr, da die Kolonie groß genug ist, um spielend die harte Chitinhülle zu knacken. Durch den verminderten Proteinzufuhr hat auch die Masse an Brut deutlich abgenommen. Es sind aber immernoch alle drei Stadien vorhanden.
Was mich weiterhin erstaunt ist, dass sie seit Wochen oder sogar schon Monaten ohne zusätzliche Nestbewässerung gut auskommen. Wichtig ist nur, dass die Ameisentränke gut befüllt ist, das fast ständig eine Ameise dort Wasser tankt. Wenn ich die Temperaturen über den Winter gerade noch so hoch halte, dass sie weiterhin furagieren - und das sollte bei 16-17°C noch möglich sein - fällt das Bewässern auch in dieser Zeit aus.
Geschrieben in Messor babarus - Queen Serenity | 1 Kommentar »