Archive für 27.8.2008

Ytongschnitzer

Es gab wieder haufenweise Nachwuchs. Während der letzten 24 Stunden sind insgesamt fünf Pygmäen geschlüpft. Aktuell sind somit bei Königin 2 und 4 jeweils drei Pygmäen.

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Die Nacktpuppe von Königin 2 ist auch etwas dunkler geworden. Wohlgemerkt, ich spreche im singular. Die andere Nacktpuppe ist seit einiger Zeit auf mysteriöser Weise verschwunden.

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Zum Trost habe ich mich heute mit einem nigelnagelneuem Ytongnest beschenkt. Leider sind mir zwei kleine Konstruktionsfehler unterlaufen, aber schauen wir uns das Nest erstmal an:

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Das Nest besteht zuerstmal aus einem 1 cm breiten Hauptgang, der in die Tiefe führt. Ich hätte den Gang ja noch ein paar Millimeter breiter gemacht, aber bei so einem kleinen Ytong (28×20x5) würde das nicht gut aussehen. Mit 1 cm sollte kein Honigtopf steckenbleiben.

Im oberen Bereich sind sechs Kammern angeordnet, die eher trocken bleiben sollen. In der Natur werden Puppen nämlich nah an der oberfläche, wo es trocken und warm ist, gelagert. Weiter unten habe ich zwei große Honigtopfkammern gemeißelt, die permanent feucht sein werden. Wie ihr unschwer erkennen könnt, fehlt die Rückwand bei beiden Kammern. Keine Angst, auf der Rückseite befindet sich auch noch eine Acrylglasscheibe. Ich erhoffe mir, dass die Honigtöpfe durch das von hinten einfallende Licht besonders schön zur Geltung kommen.Leider habe ich in der oberen Kammer ein wenig zu viel weggemeißelt. In der unteren Kammer ist das Loch in der Rückwand nicht zu groß, was ich optisch auch besser finde. Leider hatte ich keine Lust mehr gehabt, einen neuen Ytong zu bearbeiten.

Ganz oben sitzt der große Eingang, der an der breitesten Stelle 2 cm Durchmesser hat. Leider fiel mir erst jetzt auf, dass der Schlauch, der zum Eingang führt, viel zu Steil ausfallen würde. Besonders die Königin und die schweren Honigtöpfe könnten bei einem Umzug große Probleme beim klettern bekommen. Ich stopfte also den oberen Eingang mit Watte zu und bohrte unten, links neben der untersten Honigtopfkammer, einen weiteren Eingang. Kleine optische Makel, aber nichts, was die Funktion beeinträchtigt. Bewässert wird der Stein dann von unten.

Wurmknacker

Ich habe vor kurzem einen ganzen Mehlwurm in die Arena geworfen. Es wird ja oft gesagt, dass Mehlwürmer mit ihrem dicken Chitinpanzer besonders schwer zu knacken sind. Da meine 130 Frau starke Kolonie schon viele Majorinnen besitzt, sollte so ein Würmchen kein Problem darstellen. Immerhin knacken sie ja auch harte Körner.

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Der Wurm wurde sofort als Beute erkannt und in das Nest gezogen. Unmittelbar im Nest kamen noch mehr Arbeiterinnen zur Hilfe und zogen das Tier in die unterste Ebene, wo sie im engen Gang dann anfingen an den Wurm zu arbeiten. Immer mehr kleinere Arbeiterinnen gesellten sich dazu bis der Wurm fast vollständig mit Ameisen bedeckt war. Dies hat aber alles nichts geholfen.

Nach einer halben Stunde kam eine Arbeiterin auf die Idee den Wurm in die Kammer darüber zu ziehen, wo auch einige Majorinnen an kleineren Mehlwurmstückchen fraßen. Als sie endlich mit der Mahlzeit fertig waren, rückten die Majorinnen aus, um den unaufgeschnittenen Mehlwurm aufzuknacken. Zwanzig Minuten später konnte ich bereits einen deutlichen Schnitt erkennen. Von da an war es ein leichtes den Wurm zu zerteilen.

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