Als ich gestern die rote Folie anhob, erschrak ich mich. In einer der noch mit Kies gefüllten Kammern wächst tatsächlich Schimmel heran. Wie kommt das zustande? Ganz am Anfang ist mir ein geknacktes Körnchen in das Nest gefallen und mit dem Kies, dass ich nachträglich hineingegeben habe, habe ich dies auch total aus dem Kopf verdrängt. Tja, leider kann ich jetzt auch nichts mehr machen. Ein lokales Erhitzen erscheint mir zu riskant und Ytong herausnehmen geht auch nicht. Ich befürchte schon, dass im Laufe des Jahres wieder ein Umzug meiner Ameisen bevorsteht.

Nun zu etwas erfreulicherem: Meine erste Majorpuppe ist seit gestern gelb geworden. Somit hat sie ab der Verpuppung nur 12 Tage gebraucht und der Schlupf sollte in dieser Woche noch stattfinden, sodass sie deutlich weniger Zeit gebraucht hat, als bei meinen ersten Pygmäen. Dies müsste wohl an den hohen Temperaturen (bis zu 28°C) im Becken liegen, aber trotzdem erstaunt es mich, dass so eine große Ameise nicht länger braucht.

Heimchen nehmen meine Ameisen sehr begierig an. Es dauert meist keine Minute, bevor die Heimchenteile in das Nest gezogen worden sind. Manchmal zerrt eine einzige Ameise das Heimchen rein, aber es gab auch Tage, wo sie lieber Verstärkung gerufen hat. Im Nest gibt es dann großen Andrang rund um das Futter und auch die Königin krabbelt dahin für einen Snack.

Außenaktivität ist nicht immer konstant hoch. Desöfteren sehe ich eine Arbeiterin am Schwamm. Gestern sind aber wie auf Kommande 12-14 Arbeiterinnen aus dem Nest gestürmt, um etwas Wasser zu holen. Unter dem Pulk waren auch ein paar Media Arbeiterinnen dabei, die durch ihre Größe natürlich auffallen. Die werden aber bald von den Majorinnen in den Schatten gestellt.