Der Tag fing vielverspechend an. Es waren sechs bis sieben Arbeiterinnen draußen und nuckelten an dem feuchten Schwamm. Eine weitere Arbeiterin suchte nach Steinchen für den Nestbau. Seit sie umgezogen sind, hab ich ihnen schon zwei Heimchen angeboten, die sie auch Nachts in ihr Nest zogen. Die Futterverwertung lief auch sehr gründlich ab und es blieb nur Teile vom Chitinpanzers zurück. Der Umzug schien wirklich die Aktvität um 400% gesteigert zu haben.

Die Riesenpuppe hat einen sehr massiven Kopf, wie man auf dem Bild sieht. Bis die Puppe braun wird,vergeht aber noch einige Zeit, aber dann hätte ich endlich meine erste Majorin, die ordentlich zubeißen kann.
Braune Puppen scheinen weniger geworden zu sein, weil entweder mehrere Arbeiterinnen geschlüpft sind, oder einige Puppen verdeckt waren, als ich geguckt habe.
Die Arbeiterinnen sind selbst bei ihrer geringen Größe sehr beißwütig im Nest. Ein paar Minore haben sich zur zweiten Kammer durchquetschen können, hatten aber bei der Rückkehr ein paar Probleme durch ihre Größe. Sie fingen tatsächlich an am Ytong zu nagen. Viel gebracht hat es aber nicht und so mussten sie trotzallem durch den engen Spalt zurück. Ob sie irgendwann mal auf die Idee kommen den Kies aus dem Nest zu räumen, weiß ich nicht.

Ich musste heute die Batterien meines Funkthermometers auswechseln. Beim herausnehmen des Senders erschrak ich mich erstmal. Es schien, als ob da, wo der Sender lag, eine Ameise an der Außenseite der Scheibe hing. Beim näheren hinschauen bemerkte ich aber schnell, dass sie mit dem Rücken an der Scheibe innen klebte! Ich schien sie wohl mit dem Sender zerquetscht zu haben, da sie unter der Lupe eine kleine Delle im Gaster hat. Trotzdem kann ich es auch nicht ausschließen, dass sie vorher schon gestorben ist und durch ihre Schwestern dort hingetragen wurde. Da müsste ich weiterhin meine Augen offen halten. Zum Glück war es nur eine 3mm Pygmäe gewesen. Trotzdem sehr schade.