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28.2.2008 von TiGGa.
Es ging heute endlich weiter, nachdem mein Ytong Stein eingetroffen ist. Leider war natürlich der Stein viel zu groß für das Becken, sodass ich ihn erstmal verkleinern muss. Schnell die Maße genommen und dann ran mit dem Schraubendreher… ja, ich weiß, es wäre wahrscheinlich schneller gelaufen mit einer Säge. Ich hatte aber keine Große Lust in den Keller herunterzulaufen und danach zu suchen.

Ganz gerade sind die Flächen nicht geworden und ich musste an diversen Stellen nochmal nachschleifen. Schnell war der halbe Tag rum und ich konnte mit dem Nestbau gerade mal anfangen. Immerhin habe ich zwei einhalb Kammer in den Stein hauen können.

Meine Königin hat von dem nichts mitbekommen. Gemütlich hing sie über ihre sechs Larven und ließ sich auch nicht durch grelles Blitzlicht aus der Fassung bringen.
Ich konnte bis jetzt noch keine neuen Eier entdecken, hoffe aber, dass sich das mit der ersten Arbeiterin und der anschließenden ersten Fütterung sich ändern wird.

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25.2.2008 von TiGGa.
Ich habe mich gestern mal in die Weiten des World Wide Webs begeben um mehr über meine Messor barbarus Königin zu erfahren. Mit schrecken musste ich erfahren, dass meine Ameisen nicht so die wahren Kletterkünstler sind, jedenfalls nicht, wenn sie schwere Gepäck im Kofferraum haben. Ja selbst bei Steigungen haben sie schon ihre Mühe den Stein den Berg hochzurollen.
Nicht nur das. Ich habe zudem noch erfahren, dass sie bei großer Volksstärke zunehmend am Ytong nagen und so ausbrechen könnten.
Um denen das Leben nicht allzu schwer zu machen, habe ich mich beschlossen, meine ganze Anlage neuzugestalten - messorfreundlich.
Wie ihr alle wisst, sollte man stehts auf Sauberkeit achten. Ich habe dies jedenfalls getan und schon mal angefangen meine Arena zu säubern. Bewaffnet mit Sprühflasche und Teelöffel, löffelte ich die braune, stinkende Brühe raus. Igitt! Die braune Masse habe ich dann in Frischhaltefolien eingewickelt, um die Feuchtigkeit einigermaßen zu konservieren.
Ich müsste mir es zweimal überlegen, ob ich nocheinmal Sand/Lehm in meiner Arena benutze. Yuck yuck!

Ich werde mit Glasreiniger rangehen, um die Schlieren und Fingerabdrücke wegzubekommen. Anschließend wird das Becken ein paar Tage belüftet, damit keine giftigen Dämpfe zurückbleiben.
Gestern Nacht habe ich mir auch schon einen 30×20 Ytong-Block bestellt, den ich in meine Arena einlegen werde. Dadurch hebe ich den Boden auf Höhe der Anschlussöffnungen an, sodass ich später keine Probleme bei Beckenerweiterungen haben werde. Eigentlich sollte dann noch eine hauchdünne Schicht Sand darauf, aber nach den heutigen Erlebnissen (Schon gewusst, dass nasser Lehm wie Durchfall aussieht?), werde ich es mir nochmal überlegen. In den Seiten des Ytongs werde ich jedenfalls ein paar Gänge meißeln, die ich mit ungültigen Kreditkarten versiegele. Bei Platzbedarf ziehe ich die entsprechechenden Plastikstücke wie König Arthus aus dem Stein und gebe die Bereiche frei.
Soweit sogut. Sobald mein Paket da ist, geht es hier weiter.
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24.2.2008 von TiGGa.
Nachdem ich meine Königin mehrere Tage in Ruhe gelassen habe, wollte ich heute nachschauen, ob alles in Ordnung bei ihr ist. Zu meiner Überraschung konnte ich heute jede Menge Larven in jeglichen Größen erblicken. Ich weiss auch nicht woher sie kommen. Wahrscheinlich waren die kleineren Larven zwischen den Wattefasern am ersten Tag versteckt.
Zwischen den kleinen Larven lugte auch die dicke Larve hervor. Schätzungsweise knappe 3 mm lang und richtig korpulent. Ich kenne mich zwar nicht so sehr mit Nacktpuppen aus, aber ich denke, dass es bei dieser Larve schon soweit ist.

Ich habe diesmal die Makrofunktion meiner Kamera benutzt. Dies ist bei weitem nicht so nah wie mit einer Nahlinse. Ich hätte zwar mit der Kamera näher ran gehen können, aber da für Indoor-Fotos Blitzlicht nötig ist, hätte man dann den unschönen Schatten der Kamera im Bild gesehen.
Ich habe auch mittlerweile eine Plastikdose an das Nest montiert, die zukünftig hoffentlich als trockene Kornkammer benutzt wird. Mir ist leider ein kleiner Fehler unterlaufen. Den Eingang zur Kornkammer habe ich viel zu hoch angesetzt. Ich weiss leider nicht, ob die Arbeiterinnen mit den Körnern gut eine Wand hochlaufen können.

Soll ich Sand hinzugeben bis der Eingang auf Bodenniveau ist?

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20.2.2008 von TiGGa.
Messor barbarus
Taxonomie
Subfamilia: Myrmicinae
Genus: Messor
Allgemeines
Heimat: Südeurope, Westeuropa, Mittelmeerraum
Kolonie: monogyn
Gründung claustral
Arbeiterinnen: polymorph, Majoren erinnern an die klassischen Soldaten
Nahrung: Körner, süße Früchte, tote Insekten, Vogelkot
Winterruhe: Nov-Mär
Größe
Königin: 14-16,5mm
Arbeiterinnen: 3-13mm
Bemerkung: Es handelt sich um eine Körnerfressende Art, die für den Winter einen
Körnervorrat anlegen. Die Körner werden zerkaut und eingespeichelt, wodurch dann
Ameisenbrot entsteht.
Die Larve scheint ok zu sein. Ich habe gesehen, wie sie sich einrollte. Die Königin
selber habe ich Queen Serenity getauft. Um ihr weiteren Stress zu nehmen, habe ich das Reagenzglas schnell in Alufolie gepackt. Die sollte jegliches Licht aus der Gründungskammer
fernhalten.

Mein Terrariumthermometer habe ich mittlerweile weggeschmissen. Es hat sich herausgestellt,
dass der Zeiger irgendwo klemmte. Selbst im tiefsten Winter hat das Teil noch 25°C angezeigt.
Vielleicht ein Grund, warum meine Honigtopfameise im letzten Jahr eingegangen ist? Wie dem auch sei. Ich freue mich auf die kommenden Wochen und Monate.
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