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19.7.2007 von TiGGa.
Ich habe mir Thermo- und Hygrometer besorgt um die Temperatur und Leuftfeuchte innerhalb der Arena zu messen. Dabei staunte ich nicht schlecht, was die Instrumente mir an Werten zurückgaben. Zugegeben, das Wetter war gestern auch sehr extrem, aber mit einer Luftfeuchtigkeit von 70% bei 30°C glich das Becken einem Tropenterrarium.
Da ich wegen einer kleinen Ausbesserung auch noch den Sand befeuchten musste, stieg die Luftfeuchte bei geschlossenem Deckel sogar auf 85% an. Meine im Zooladen gekaufte Ameisentränke trägt auch noch massig dazu bei, dass die Luftfeuchtigkeit durch verdunstendes Wasser ansteigt.
Die Tränke an sich habe ich in der Vogelabteilung gekauft. Eigentlich ist sie für Körnerfutter gedacht, aber mit Hilfe eines Stück Watte unten in der Öffnung verhindere ich, dass das Wasser im Behälter einfach herausfließt. Ich muss aber aufpassen, dass die Watte nicht anfängt zu Schimmeln. Regelmäßiges austauschen der Watte ist absolut notwendig, genauso wie das regelmäßige reinigen der Futternäpfe.

Messinstrumente und Ameisentränke
Wie ihr im Bild unschwer erkennen könnt, habe ich den Schlauch, der durch den Boden führte, entfernt. Ich hatte nämlich vorgehabt, den Schlauch auf 10 mm Innendurchmesser zu erweitern, damit es später nicht zu einem Stau kommt. Nur bei der Bohrung am Becken und am Nesteingang habe ich noch kurze 8 mm Innendurchmesser Stücke, die ich als Schlauchadapter benutze.
Ich habe also den dünnen Schlauch im Boden mit dem Dicken ersetzt. Leider gab es Probleme, als ich versucht habe diesen Schlauch mit Sand zu überdecken. Durch den größeren Durchmesser wiedersetzte sich der Schlauch unter Tage zu bleiben. Stattdessen riss er immer wieder die Sanddecke hoch. Es war schlichtweg zu wenig Sand verfügbar…
Angenervt habe ich also das Stück einfach wieder abgeschnitten. Ich werde mir einfach ein Stöckchen besorgen, den ich dann an die Schlauchöffnung anlehnen kann, sodass die Ameisen es nicht so schwer haben, wenn sie einen dicken Brummer hochschleppen müssen. Das wird zwar nicht so toll aussehen, aber das wird sich im Winter ändern. Ich habe da schon einige schöne Ideen, wie ich mein Becken während der Winterruhe gestalten werde.
Da ich ja dann Myrmecocystus mimicus (Honigtopfameisen) halten werde, hatte ich an rötlichen Sand gedacht mit einer ebenfalls rötlich angemalten Felsrückwand mit einem eingearbeiteten “Wanderpfad” zur Schlauchöffnung. Die Ameisentränke und Futternäpfe mächte ich auch in irgendeiner Form in die Felswand integrieren, sodass das ganze ein wenig natürlicher wirkt. Wo in der Natur gibt es denn schon Glasnäpfe und Plastiktränken.

Schlauchvergrößerung
Queen Mary scheint es noch ganz gut zu gehen. Ich weiss zwar nicht, wie hoch die Luftfeuchtigkeit innerhalb eines Nestes beträgt, aber es scheint ihr nichts auszumachen. Gerade lese ich schon wieder 77% bei 28,5°C. Auf dauer sollte man die Temperaturen ja nicht so hoch halten, da dies sonst die innere Uhr der Ameisen stören könnte. Es kann dann sein, dass sie viel früher in die Winterruhe gehen.
Da stellt sich die Frage, wie andere Ameisenhalter die Nesttemperatur im Sommer konstant halten und wie sie die Luftfeuchtigkeit auf Idealwerte zurückbringen können. Wenn es zu trocken ist, kann man ja einfach Wasser hineinsprühen, aber wie kehrt man das ganze um, wenn im allgemeinen die Luft im Zimmer sehr schwül ist. Mir fällt da nur Zimmer lüften ein, wobei das auch nicht viel hilft, wenn es draussen auch schwül ist.
Zurück zu Mary: Ich zähle 18-19 Puppen die auf den Larven und Eiern liegen. Eine Larvenzählung habe ich mir mal erspart, da es unglaublich schwierig ist, die winzigen Pünktchen zwischen den Puppen ohne Kopfschmerzen zu erkennen. Oft kommt man beim zählen durcheinander… ^^

Puppenhaufen
Sie hat die Watte richtig schön zerrupft, was bestimmt nicht einfach war. Ich bekomme da immer Mitleid, wenn ich sehe, wie sie sich mit allen 6 Tarsen sich irgendwo abstemmen muss um unter größten Anstrengungen Mikrometer für Mikrometer die Fäden herauszuziehen.
Bei den hohen Temperaturen sehe ich auch öfters, wie sie Kopfüber an der Watte herumklettert um an die kleinen Wassertröpfchen am Rand zu kommen. Bis jetzt habe ich aber noch keine Abnahme des Wasserstandes im Reagenzglas erkennen können.
So, nun ist Schluss für heute. Bis die Tage. ![]()
Geschrieben in Lasius niger - Queen Mary | 2 Kommentare »