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10.7.2007 von TiGGa.
Ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht für euch alle.
Die Gute zuerst: Queen Mary geht es zur Zeit gut. Es scheinen weitere Larven geschlüpft zu sein, die ich aber jetzt nicht explizit gezählt habe. Anscheinend wurde der Nachwuchs auch kräftig gefüttert, da viele der Larven jetzt mehr als doppelt so groß wie ein Ei sind. Ich schätze mal, dass sie in den nächsten 10 Tagen bis zu 3 mm lang werden, bevor sie sich verpuppen.

Wachsende Larven
Jetzt zur schlechten: Ich werde wahrscheinlich Mitte August bis Ende August in den Staaten sein. Dies ist besonders kritisch, weil die ersten Arbeiterinnen da schlüpfen werden. Wenn die über einen längeren Zeitraum keinen Honig bekommen, wird ihnen schlichtweg die Energie ausgehen.
Ausserdem werden vielleicht auch noch die Eier und Larven aufgefressen, wenn sie keine Insekten erbeuten (wegen Proteinmangel).
Wieviele Ameisen das Überleben werden ist ungewiss. Evtl. ist es besser mich von Mary zu trennen und nach dem Urlaub von vorne anzufangen.
Also, wenn jemand Interesse an einer Gründerkolonie Lasius niger hat und in der Nähe von Mannheim wohnt, der solle sich mal melden: webmaster (at) antblog.net.
Ich gebe das ganze für 50 Cents ab (soviel hat das Reagenzglas gekostet).
Ansonsten könnte ich das ganze auch per Post verschicken, was natürlich zusätzlich die Versandkosten kosten würde.
Während meines Urlaubes werde ich zusammen mit meinem Bruder zur Westküste fliegen/fahren und dann anschließend gen Süden Richtung Kalifornien. Mit ganz viel Glück finde ich sogar meine Lieblingsart, die Honigtopfameise (Myrmecocystus mimicus). Besonders reizt mich ihre Fähigkeit, lebende Vorratskammern zu bilden. Dabei füttern sie einige Arbeiterinnen so stark, bis der Hinterleib die Ausmaßen einer Traube erreicht. Diese “Vorratsbehälter” werden dann in den Dürreperioden angezapft.
Das heisst, dass man diese Ameisen sogar über den Urlaub alleine lassen kann, solange die Vorräte aufgefüllt sind. Man muss nur dafür sorgen, dass das Nest feucht bleibt, aber ich denke, dass man das durch ein wenig Kreativität auch schaffen kann.
Leider ist der Export von Tieren aus den Staaten nicht erlaubt. Das ist sogar verständlich, weil die USA seit geraumer Zeit Probleme mit eingeschleppten Feuerameisen haben. Da die natürlichen Feinde fehlen, können sich diese Ameisen stark vermehren und ausbreiten. Nicht selten dringen sie in Häuser (auch Krankenhäuser!) ein.
Trotzallem habe ich mir ein paar Gedanken gemacht, wie man ein paar Exemplare im Handgepäck mitnehmen könnte. Im Koffer wären sie ja sonst den extremen Temperaturen im Frachtraum ausgesetzt.
Rein theoretisch könnte man ja die Königin im Reagenzglas transportieren, aber das wäre zu aufällig. Es muss also ein kleineres Transportbehälter her. Also spinnen wir unser Gedankenspiel mal weiter. Was ist klein und unscheinbar… eine 10 ml Glasflasche von der Apotheke? Das wäre vielleicht perfekt gewesen vor dem August 2006, wo man noch Flüssigkeiten an Bord mitnehmen durfte. Jetzt ist das ganze ein wenig eingeschränkter, sodass eine Flasche auch auffallen würde.
Ich denke die optimale Lösung wäre sowas:

Mini-Gründungskammern
Das sind jetzt 10mm PVC Schläuche die Platz für ein paar Tropfen (!) Wasser haben. Bei der kurzen Variante (3 cm) muss man die Watte ständig feucht halten. Diese Röhrchen wären auf jeden Fall unauffälliger.
Natürlich sind das nur ein paar dumme Gedanken von mir. Ich werde selbstverständlich KEINE Ameise schmuggeln, was denkt ihr denn von mir. ![]()
Ich werde aber diese leeren Röhrchen aber trotzdem mal mitnehmen um zu schauen, wie das Sicherheitspersonal darauf reagiert. Wäre bestimmt interessant. ![]()
Geschrieben in Lasius niger - Queen Mary | 4 Kommentare »