Ytong Nest - Teil 1

Da frühestens am 30.06.2007 mit Larven zu rechnen ist, widme ich den heutigen Tag dem Ytong Nestbau.
Die Verwendung von Ytong hat den Vorteil, dass man selber die Kammerstrukter bestimmen kann und dass das Nest sehr leicht zu befeuchten ist. Durch ihre schwammartige Struktur saugt sie sich gleichmäßig voll mit Wasser, man kann aber trotzdem noch ein Feuchtigkeitsgefälle erzeugen.
Bei klassischen Ameisenfarmen aus Sand/Lehm/Erde kommt es häufig vor, dass die Ameisen nicht an der Scheibe ihr Nest bauen oder die Scheibe durch Erde verschmiert ist, sodass eine Beobachtung erschwert wird.

Aber fangen wir nun mit der Konstruktion an. Man nimmt am besten Zeitungspapier als Unterlage, da der Stein beim Bearbeiten ein wenig staubt.

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Ytong Stein auf Zeitungspapier

Zuerst sollte man die Kammern und Gänge mit einem Bleistift oder Buntstift vorzeichnen. Die Kammern sollten nicht allzugroß werden, damit die Ameisen ein Gefühle der Sicherheit bekommen. 4cm x 2cm x 2cm sind denke ich in Ordnung. Das würde sogar den größeren Camponotus spec. reichen.

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Vorgezeichnete Kammern

Nach dem Zeichnen steck man den Stein am besten halb in eine Plastiktüte. So kann man ganz bequem Trümmer und Staub fast vollständig auffangen.
Nun nimmt man sich einen flachen Schraubenzieher zur Hand und fängt bei einer der Kammern an die Umrisse auszustechen. Da das Ytong relativ weich ist, sollte es kein Problem sein den Schraubenzieher in den Stein zu versenken.
Anschließend muss man in der Mitte der Kammer schräg ansetzen und durch drücken und leicht drehenden Handbewegungen das Innere der Kammer abplatzen lassen.
Dies wiederholt man bis die gewünschte Kammertiefe erreicht ist. Danach muss man nur noch die Wände ein wenig glätten und schon ist man mit der ersten Kammer fertig.

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Fertige Kammer

Die restlichen Kammern und Gänge werden dann mmit dem selben Prinzip bearbeiten.

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Fertiges Kammer- und Gängesystem

Zur Bewässerung des Steines habe ich jetzt ein 4 cm tiefes Wasserreservoir an der Oberseite ausgekratzt. Dieses Loch kann man später mit Seramis Substrat befüllen um eine kontrolliertere Abgabe der Feuchtigkeit an den Ytong Block zu erreichen.
Da werde später nochmal ein Paar Versuche machen müssen um herauszufinden, ob die Befeuchtung letzendlich so funktioniert wie ich es geplant habe.
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Wasserreservoir

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Jede Menge Dreck

Fehlt da nicht noch etwas? Genau, irgendwie müssen die Ameisen ja auch reinkrabbeln können. Wir brauchen also einen Eingang. Da ich spät in der Nacht daran gearbeitet habe, kommt Bohren nicht in Frage. Das ist auch eigentlich nicht nötig, da man das auch mit dem Schraubenzieher machen kann.
Man muss nun den Schraubenzieher an der Aussenwand anlegen und genau auf die Kammer zielen. Dann muss man den Schraubenzieher solange drehen (wie als ob man eine Schraube reindrehen will), bis man durch die Wand durch ist.

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Mit Schraubenzieher bohren

Da mein PVC Schlauch nicht in das Loch passte, habe ich mit dem Schraubenzieher ganz vorsichtig das Loch vergrößert. Danach kann man den Schlauch reinstecken und abermals durch drehende Bewegung sich tiefer reinbohren, bis man einigermaßen tief drin steckt. Später wird der Schlauch mit Silikon festgeklebt.

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Schlauch als Bohrer verwenden

Anschließend sollte man das ganze auch von der Kammer aus betrachten und evtl. Verengungen beseitigen. Danach unter der Dusche auswaschen und man ist mit der ersten Phase des Baus fertig.

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Von der Kammer aus betrachtet

Hände waschen nicht vergessen. :)

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